Rotunde – rundum gut essen.

Man kann tanzen und tagen in der Rotunde. Nach dem kompletten Umbau des alten Katholiken-Bahnhofs am Rande des Bermuda-Dreiecks kann man in der Rotunde auch essen. 

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Entsprechend wurde die Backstein-Architektur erhalten, aber stilvoll modernisiert.

Chefkoch ist Baris Özer, der im Essener Hotel Margarethenhöhe sein Handwerk lernte  und zuletzt in der „Aubergine“ am Bochumer Schauspielhaus arbeitete.

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Die Karte wechselt wöchentlich und bietet drei Vorspeisen, ein wenig mehr Hauptgänge und zwei Nachspeisen. Auch die Weinkarte ist übersichtlich, aber gut.

Die Konzentration auf wenige Speisen und Weine schadet dem Ergebnis nicht. In der offen sichtbaren Küche produziert das Rotunde-Team fein abgestimmte Gerichte.

Der Ziegenfrischkäse im Blätterteig harmonierte gut mit der frischen Feige und der Kürbiscreme. Auch die Maronencreme-Suppe überzeugte.

IMG_0035Das Kabeljau-Filet war auf den Punkt gegart. Der dazu servierte Wirsing wurde mit körnigem Senf angerichtet. Ebenso gefielen die Tortelloni mit Steinpilzfüllung und das Schwarzfederhuhn in Tamarinden.

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Insgesamt ein Gewinn für die Restaurant-Szene in Bochum.

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Einfach Gurke

Ein sehr einfaches Gericht von Wolfram Siebeck. Die Suppe war Bestandteil eines meiner ersten aufwändigen Weihnachtsmenüs.

Wichtig: Die Gurken entkernen und erst dann mit Zwiebeln andünsten. Zum ablöschen frische Hühnerbrühe verwenden.

Verfeinert wird die Suppe mit Dill, Sahne, Zitrone und Curry.

Kompromisslos beim Lachs

Die pürierte und zugleich geschäumte Suppe wird auf den Lachs gegossen. Für den Lachs gilt: Keine Kompromisse. Also bio oder vom Fischhändler des Vertrauens.

Wer es perfekt mag, behält ein paar Gurkenstückchen zurück, um die Suppe zu dekorieren.

Give me five

Es bleibt das Non plus ultra in Bochum. Das Five. Die Atmosphäre intim und persönlich. Das Essen kreativ und auf den Punkt. 

Boris Geigenmüller und Sommelier Tibor Werzl haben natürlich Zeit. Sie können sich auf zwei Menüs konzentrieren. Aber wer benötigt schon eine ausufernde Speisekarte, wenn er dieses Ergebnis genießen kann.

Meine Speisefolge

Den Auftakt bildete eine Dorade mit Kürbis und Zwetschge. Ein schöner Wechsel zwischen leichter Süße und Säure zum Fisch.

Es folgten Jakobsmuscheln mit Steinpilzen auf wilden Tomaten.

Der Hummer wurde im dritten Gang mit Blumenkohl kombiniert.

Geschmortes in Form von Ochsenbäckchen mit einer asiatischen Note bildete den vierten Gang.

Den Abschluss bildeten fruchtig-säuerliche Blaubeeren mit Mandeln und Verbene.

Die Weinbegleitung

Die Begleitung des Sommeliers Tibor Werzl wird immer „mutiger“. Heraus stachen an diesem Abend ein 1998er Riesling von J. B. Becker, ein Suez Rosé des Weinguts Reichrat von Buhl und der Cotes du Rhone von Jamet.